Wie üblich beginnt das Fliegen am Boden: Mir wird ausführlich gezeigt, wie man den Vorflugcheck durchführt: Cowlin (das ist quasi die Motorhaube eines Flugzeugs) ab, Spritvorrat, Öl, Kühlwasser, Vergaser, Zündstecker, Motorträger etc. prüfen, dann ausführlicher Aussencheck (Klappen, Ruder, Rumpf, Fahrtmesser, Reifendruck, Zelle und so weiter checken) und schliesslich der Innencheck. All das werde ich in Zukunft unzählige male machen - und werde erfahren, dass diese Checks keinesfalls überflüssig sind. So manchmal wird das Flugzeug danach am Boden bleiben. Dazu in späteren Einträgen mehr.An diesem Tag war alles ok und Flugzeug und ich waren bereit zum Abheben:
Was man als Flugschüler als erstes lernt sind Starts und Landungen - und das unzählige Male. Dabei ist das Starten der einfachere Part und schnell gelernt, das Landen hingegen ist (vor allem auf einer 500m abschüssigen Graspiste, mit einem extrem kurzen Endteil) etwas kniffliger - und abhängig von Wind, Wetter und zahlreichen, anderen Faktoren immer unterschiedlich.
Die ersten Pilotenstunden beginnen also mit sogenannten Platzrunden: Bedeutet, man startet, geht auf die vorgegebene Platzrundenhöhe, fliegt dann sozusagen einmal um den Flugplatz herum und landet wenn alles gut geht genau dort wieder, wo man davor gestartet ist. Kauf auf dem Boden dann wieder Vollgas, steigen, im Kreis fliegen, verlangsamen, Klappen setzen, Landung einteilen und das ganze wieder von vorne.... (das auf dem Bild ist übrigens eine Segelflugplatzrunde - beim Motorflugzeug ist das quasi das gleiche, nur enfallen die Kreise zum Höhenabbau)
Hört sich evtl. nicht so spannend an, ist aber durch die 3 Achsen und die Komponenten Höhe, Geschwindigkeit, Klappenstellungen etc. durchaus so anspruchsvoll, dass man nach einer Stunde schweissgebadet wieder aussteigt.
Dank der Übungsstunden am PC klappt das ganze zur Überraschung meiner Fluglehrerin aber doch recht schnell recht gut.
Nach dem Flug wird das Flugzeug von den unzähligen getöteten Fliegen und Mücken gereinigt, Flugbuch und Logbuch geschrieben und alles wieder schön in den Hangar geschoben.
Die erste Flugstunde war ein spannedes und motivierendes Erlebnis und am liebsten würde ich gleich weitermachen. Die nächsten Tage werden zahlreiche Platzrunden anstehen, bis das selbständige Starten und Landen sicher sitzt.

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